Radebeuler Angebote zum Tag des offenen Denkmals
In Radebeul öffnen sich am Tag des offenen Denkmals, 12. September 2010, zahlreiche Denkmal-Tore. Der Tag steht unter dem Motto „Kultur in Bewegung – Reisen, Handel und Verkehr“, und da hat Radebeul auch einiges zu bieten. Zum Beispiel zwei noch unverbaut erhaltene Remisen der Jahrhundertwende. Am Vormittag ist das 1912 mit einer „Auto-Karrage“ errichtete Nebengebäude der Ziller-Villa Dr.-Schmincke-Allee 19 für zwei Führungen geöffnet. Am Nachmittag ist die erst kürzlich mit viel Liebe zum Detail instand gesetzte Remise der prachtvollen neobarocken Villa Dr.-Külz-Straße 25 zu besichtigen.
Im so genannten „Kutscherhaus“, der Pferderemise am Haus Sorgenfrei, können Spuren des Verkehrs im 18. Jahrhundert entdeckt werden.
Die Schmalspurbahn mit ihren rollenden technischen Denkmalen steht das ganze Wochenende im Mittelpunkt des Geschehens: Am 12. und 13. September findet in Radebeul-Ost das Schmalspurbahnfestival statt.
Sommertheater auf der Felsenbühne Rathen
Im Sommer laden die Landesbühnen Sachsen, deren Stammhaus in Radebeul ansässig ist, zu zahlreichen Aufführungen auf die Felsenbühne Rathen im Herzen der Sächsischen Schweiz ein. Ein Besuch der herrlichen Felsenkulisse lohnt sich immer und ist ein Erlebnis für Groß und Klein. Auf die Kinder warten Stücke wie die Märchenoper „Hänsel und Gretel“, das Theater-Abenteuer „Der Regenbogen“, „Der Traumzauberbaum“ mit Reinhard Lakomy oder das russische Märchen „Die feuerrote Blume“. Am Abend sind „Gräfin Mariza“, „Der Freischütz“, „Romeo und Julia“ und „Der Ölprinz“ auf der Bühne anzutreffen.
Anfang September zieht die Theatermannschaft wieder nach Radebeul. Ein Theaterfest am 18. September eröffnet offiziell die neue Spielzeit. Aber los geht es bereits ein paar Tage davor mit „Theatersport“ und „Der Hässliche“. Ebenfalls auf dem Septemberspielplan stehen: „Die Sekretärinnen“, „Der kaukasische Kreidekreis“, „Faust“ sowie einige Gastspiele.
Sonderausstellung im Karl-May-Museum
"Indianer spielen macht Spaß, und alle Jungen wissen das" - so lautet das Thema einer Sonderausstellung im Radebeuler Karl-May-Museum. Sie ist bis Oktober 2010 in der Villa Bärenfett zu sehen.
Karl-May-Museum, Karl-May-Str. 5, Di. bis So. 9 bis 18 Uhr, Eintritt 7 €, erm. 5 €
Höhepunkte der Weinkultur
Das Sächsische Staatsweingut Schloss Wackerbarth und das städtische Weingut Hoflößnitz sind „Höhepunkte der Weinkultur“. Diese Auszeichnung wurde den beiden Radebeuler Weingütern vom Deutschen Weininstitut verliehen. Bundesweit wurden für die Auszeichnung mehr als 100 Weingüter aus allen deutschen Anbaugebieten vorgeschlagen, 40 von ihnen wurden ausgewählt.
Die Auszeichnung wird in diesem Jahr das erste Mal vergeben. Sie geht an Einrichtungen, die die Geschichte des Weinanbaus, die Tradition und das Kulturgut Wein in besonderer Weise pflegen und dokumentieren.
Schloss Wackerbarth bietet mit seiner barocken Schloss- und Gartenanlage den Besuchern ein besonderes Weinerlebnis. In den Weingärten und Kellern der Anlage kann man den Geheimnissen des Weines sowie der Sektherstellung auf die Spur kommen. Das außergewöhnliche Ambiente ergibt sich aus der barocken Anlage auf der einen Seite und einer modernen Wein- und Sektmanufaktur auf der anderen Seite. Das Schloss Wackerbarth wurde zwischen 1727 und 1730 erbaut. Nach umfangreichen Bauarbeiten wurde es 2002 wiedereröffnet.Auf eine bereits 600-jährige Weinbautradition kann das Weingut Hoflößnitz zurückblicken. Das Anwesen gilt als Wiege des sächsischen Weinbaus. Das Deutsche Weininstitut hob vor allem den kontrolliert ökologischen Anbau auf den knapp acht hektar Rebflächen hervor. Im ehemaligen Lust- und Berghaus ist heute ein Museum mit einer ständigen Ausstellung zur Geschichte des Weinbaus im Elbtal untergebracht.
Schloss Wackerbarth: Radfreundlich am Elbradweg
Das Sächsische Staatsweingut Schloss Wackerbarth ist ein echtes Erlebnisweingut. Es bietet nicht nur edle Tropfen und eine feine Küche sondern auch viele Kulturveranstaltungen und ist zugleich eine gute Adresse für Radtouristen. Das Weingut erhielt erst kürzlich das Zertifikat „Radfreundlich am Elberadweg“.
Die Kriterien für solch eine Einschätzung sind sehr hoch und werden ständig kontrolliert. Der Elberadweg ist seit fünf Jahren nach Umfragen des ADFC beliebtester Fahrradweg Deutschlands. Fast eine halbe Million Fahrradtouristen waren 2009 auf dem 260 Kilometer langen südlichen Abschnitt des Radweges zwischen Bad Schandau und Dessau unterwegs.
Der „typische“ Elberad-Urlauber sei übrigens laut einer Studie 51 Jahre alt und verheiratet. Er will sich nicht nur bewegen, sondern auch genießen, legt Wert auf Qualität und lässt sich die etwas kosten.
Auszeichnung für´s Karl May-Museum von Sächsischem Kunstministerium
Das Radebeuler Karl-May-Museum erhielt kürzlich eine Auszeichnung vom Sächsischen Kunstministerium für seine vorbildliche Zusammenarbeit mit anderen Museen, Wirtschaftsunternehmen sowie Bildungs- und Forschungseinrichtungen.
Das Museum hat sich vier Kernaufgaben auf die Fahnen geschrieben: Sammeln, Bewahren, Erforschen und Vermitteln. Vor allem die museumspädagogische Arbeit hat in den zurück liegenden Jahren viel Erfolg gehabt.
Die bevorstehenden großen Jubiläen – im Jahr 2012 der 100. Todestag von Karl May und 2013 der 100. Gründungstag der Karl-May-Stiftung – werden dem Museum einen großen Besucheransturm bringen. Schon jetzt laufen die Vorbereitungen für diese Ereignisse. Es soll ein neues Besucherzentrum geben und für die Villa Bärenfett eine neue Ausstellungskonzeption. Im Museumsgarten wird ein Kinder-Erlebnispfad errichtet.

